Findling
Beim Aufheben eines Steins entsteht mitunter das Gefühl, etwas Besonderes in der Hand zu halten, sei es aufgrund seiner Farbe, seiner Form oder seiner Oberfläche. Gleichzeitig gehört der Stein zu den alltäglichsten und unscheinbarsten Objekten überhaupt. Aus dieser Faszination entstand die Frage nach dem Alter der Steine und den Prozessen, durch die ihre Formen über lange Zeiträume hinweg entstanden sind.
Um dieser Auseinandersetzung nachzugehen, wurden auf Spaziergängen Steine gesammelt und visuell untersucht. Zeichnungen, Malereien, Fotografien und Cyanotypien dienten dabei als unterschiedliche Zugänge, um ihre Struktur und Materialität festzuhalten. Ergänzend dazu entstanden umfangreiche Recherchen sowie ein Buch, das sich mit der Entstehung und den Eigenschaften von Steinen beschäftigt.
Die Gestaltung des Buches orientiert sich an der Farbigkeit der gesammelten Steine. Layout und Typografie greifen deren gebrochene Strukturen auf; versetzt angeordnete Absätze erinnern an Bruchstellen und natürliche Formationen.