Woman to Woman
Die Ausstellung widmet sich dem immateriellen Kulturerbe von Frauen und rückt traditionelle Praktiken, Erzählungen und Handwerkskünste in den Mittelpunkt. In fünf Akten werden historische und zeitgenössische Frauenstimmen hörbar gemacht, die vom Erhalt und der Weitergabe kultureller Traditionen erzählen. Im Fokus stehen dabei insbesondere jene Praktiken, die in den Spinnstuben gepflegt wurden. Diese werden nicht nur dokumentiert, sondern als lebendige Kulturform verstanden, die sich über Generationen hinweg verändert und weiterentwickelt.
Die Installation zeigt, wie Wissen, Erfahrungen und Rituale von Frau zu Frau weitergegeben werden und wie jede Generation das kulturelle Erbe auf individuelle Weise fortführt und neu interpretiert. Der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird dabei zu einer zentralen Erfahrung, die Besucher*innen dazu einlädt, über die Bedeutung von Traditionen in der heutigen Zeit nachzudenken.
Gleichzeitig verdeutlicht die Ausstellung, dass immaterielles Kulturerbe kein statisches Konstrukt ist, sondern durch Erinnerung, Beteiligung und persönliche Interpretation lebendig bleibt.